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Achim Kaufmann

Freie Räume zu erkunden: Auf diesen Begriff könnte man Vieles bringen, das der deutsche Pianist Achim Kaufmann spielt. Den „wohl kühnsten deutschen Jazzpianisten“ nannte ihn die Frankfurter Allgemeine Zeitung. In dieser neuen PIROUET-CD unternimmt dieser Musiker, der 1962 in Aachen geboren wurde, lange Zeit in Amsterdam lebte und 2009 nach Berlin ging, seine Erkundungen ganz allein.

Die anspruchsvolle Jazz- Disziplin Klavier solo fand bei Achim Kaufmann bisher nur einen einzigen Niederschlag – in der Solo-CD veröffentlicht, „knives“ (Leo Records, 2004). Wie viele andere Musiker, hat er großen Respekt vor dem Niveau vieler berühmter Klavier-Solo-Aufnahmen der Jazzgeschichte. Doch das Genre hat eben auch einen großen Reiz. Kaufmann sagt: „Solo ist eine besondere Herausforderung, weil jeder Klang so exponiert ist, die ganze Situation hat etwas Schutzloses, Fragiles. Mir macht das Solospiel mittlerweile sehr viel Spaß – das hat gerade auch mit diesem Bewusstsein zu tun, ganz exponiert und schutzlos zu sein. Man kann schnell an seine (auch physischen) Grenzen kommen und auch grandios scheitern. Andererseits gibt es sehr viel Freiheit und Raum. Platz lassen, die Stille zwischen den Tönen, ist ebenso Teil der Musik und für mich sehr wichtig beim Solospiel.“