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Ben van Gelder

Ben van Gelder ist Mitte zwanzig und gehört zu den mit viel Aufmerksamkeit verfolgten neuen Stimmen der New Yorker Szene. Der 1988 in den Niederlanden geborene Saxophonist spielt hier mit Partnern seiner eigenen Generation zusammen, sogar seines Jahrgangs – insgesamt vier Mitglieder dieses Quintetts sind gleich alt, der fünfte im Bunde aber auch noch keine dreißig. Altsaxophon, Vibraphon, Klavier, Bass und Schlagzeug ist die ungewöhnliche Besetzung dieses Quintetts – eine, die sofort überzeugt mit Klängen, die stets den Reiz des Überraschenden haben und dabei doch völlig organisch wirken. Doch Ben van Gelder stammt nicht aus New Jersey, sondern aus einer musikbegeisterten Familie in den Niederlanden, der Vater Besitzer eines Plattenladens, die Mutter eine klassisch ausgebildete Musikerin. Er tat sich früh in der Jazzszene um und sammelte schon zur Schulzeit Preise und Auftritte an so renommierten Jazz-Austragungsorten wie dem North Sea Jazz Festival. Er studierte in Amsterdam und ging bald nach New York. Dort hat er bei Musikern wie Lee Konitz und Mark Turner weitere Lernerfahrungen draufgesattelt und mit so unterschiedlichen Jazzgrößen wie Ari Hoenig und David Binney gespielt.


Seine Partner im Quintett hier auf der CD sind Bassist Rick Rosato, Schlagzeuger Craig Weinrib, Vibraphonist Peter Schlamb und Pianist Sam Harris, allesamt große junge Talente der New Yorker Szene, die in unterschiedlichen Formationen im Gig-Kalender der Stadt auftauchen. Mehr als zwei Jahre spielt diese Band nun zusammen. Eine Debüt-CD unter dem Titel Frame of Reference veröffentlichte sie schon 2011 mit zwei seit einigen Jahren von Kritikern und Musikern weit über die USA hinaus gefeierten Stargästen: dem Pianisten Aaron Parks und dem  Trompeter Ambrose Akinmusire. Hoch gelobt wurde diese CD, die, wie die hier vorliegende, im Sear Sound Studio in New York aufgenommen wurde. In All about Jazz kann man darüber etwa folgenden Satz lesen: „Kaum zu glauben, dass Frame of Reference ein Debüt ist.“