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Chris Walden

Wenn Chris Walden nicht gerade damit beschäftigt ist, die Orchesterbegleitung für große Stars wie Stevie Wonder, Neil Young, Michael Bublé und Diana Krall zu schreiben, richtet er seine Aufmerksamkeit auf seine eigentliche und erste Liebe – den Big Band Jazz. Geboren in Hamburg am 10. Oktober 1966, begann Walden schon mit fünf Jahren Blockflöte und mit sieben Jahren Piano zu spielen. Mit 13 wurde die Trompete sein Hauptinstrument und mit 16 schrieb er die ersten Kompositionen und Arrangements für lokale Schülerbands. Nachdem er die Schule abgeschlossen hatte, studierte er Populäre Musik an der Music Academy in Hamburg. Im Anschluss zog es ihn nach Köln, wo er mit den Trompetern Jon Eardley und Malte Burba sowie mit dem Arrangeur Jerry van Rooyen an der dortigen Hochschule für Musik studierte. 1994 beendete er das Studium mit Masterabschlüssen in Trompete und Komposition/Arrangement.

Bereits 1987 war er dem Deutschen Jugendjazzorchester als Trompeter beigetreten. Dessen Leiter Peter Herbolzheimer bemerkte Waldens Interesse am Arrangieren und Komponieren schon früh und wurde zu einem wichtigen Mentor für den ehrgeizigen Musiker. 1991 half Walden Herbolzheimer bei der Orchestrierung der Musik für den Deutschen Spielfilm Schtonk!, der eine Oscar-Nominierung in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film" erhielt. Dies führte ihn zu seiner Tätigkeit als Komponist für diverse deutsche Spielfilme sowie TV-Produktionen. Vier Jahre lang war Walden zudem musikalischer Leiter der im TV übertragenen Preisverleihung „Deutscher Fernsehpreis".

1996, im Alter von 29 Jahren, emigrierte Walden schließlich nach Los Angeles, wo er schnell Engagements als Filmkomponist für ABC, CBS, A&E, den Hallmark Channel und den SciFi Channel erhielt. Daneben schrieb er Arrangements für die Künstler Christopher Cross, Michael Bolton, Nancy Wilson und Paul Anka. 1999 gründete er die Chris Walden Big Band, deren Debüt Home of My Heart 2005 gleich zwei Grammy-Nominierungen verbuchen konnte. 2006 folgte No Bounds und 2007 Kurt Marti Suite. Und nun erscheint das bisher stärkste Werk mit dem passenden Namen Full On!