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Frank Kimbrough

Im Laufe seiner Karriere spürt Kimbrough immer wieder Musiker auf, die seiner musikalischen Suche etwas Essentielles beisteuern. 1980, gerade nach Washington DC umgezogen, trifft er auf die Sängerin und Pianistin Shirley Horn. Sie wird Freundin und Mentor. Ein Jahr später lässt er sich in New York nieder und findet im Pianisten Paul Bley einen Tutor. Ungefähr zur gleichen Zeit lernt Kimbrough den wegweisenden Pianisten Andrew Hill kennen. „Er hat mein Leben verändert", bekennt Kimbrough. „Er war Rätsel, Inspiration, Mentor und Freund zugleich."
Die nächsten Jahre sind dicht gepackt mit Tourneen und Aufnahmen. 1992 gründet Kimbrough mit Kollegen das Jazz Composers Collective. Die Arbeit des Kollektivs mündet über 13 Jahre hinweg in eine Reihe von Konzerten, Aufnahmen und Tourneen der beteiligten Bands. 1993 lädt ihn die bekannte US-amerikanische Komponistin Maria Schneider in ihr Orchester. Ein Aufeinandertreffen, das beide inspiriert. Frank wird Teil außergewöhnlicher Kollaborationen zwischen Maria und anderen Musikern, etwa mit der Sopranistin Dawn Upshaw und dem Australian Chamber Orchestra sowie mit David Bowie. Eine Reihe ihrer Projekte wurde mit dem Grammy ausgezeichnet. Die beiden verbindet bis heute eine tiefe musikalische Freundschaft. „Frank bietet allen Solisten eine sichere Plattform und folgt ihnen, wo auch immer die Reise hingeht", lobt Schneider ihren Kollegen. „Wenn ich ihn höre, denke ich: Oh Gott, ich wünschte nur, ich könnte so komponieren wie er spielt." Für das vollständige Profil addiere man zu dem Kollegenlob und den zahlreichen Auftritten und Projekten noch Aufenthalte und Workshops auf fünf Kontinenten, ein seit neun Jahren andauernder Lehrauftrag an der renommierten Juilliard School sowie 20 von Kritikern gepriesene Aufnahmen unter eigenem Namen. 

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