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Joyce Moreno / Kenny Werner - Poesia

Release

Joyce Moreno / Kenny Werner - Poesia

Label: 
Pirouet Records
Vertrieb: 
NRW Vertireb / Naxos
Kat.Nr: 
PIT3087
Promotion: 

Print, Radio, Online

VÖ: 
02.10.2015
- Joyce Moreno / Kenny Werner - Poesia

Poesia: Die Schönheit der Ballade

„Eine brasilianische Kostbarkeit" tut sich mit einem von Amerikas „gebildetsten und zugleich intuitivsten Pianisten" zusammen in diesem Balladen-Duo voller Leidenschaft und Geist: Das PIROUET-Album Poesia von Joyce Moreno und Kenny Werner

Wie haben die beiden die rund 8000 Kilometer zwischen Rio und New York überbrückt? Zunächst hat Kenny Werner sowieso schon seit den frühen Siebziger Jahren eine Liebesaffäre mit brasilianischer Musik. Damals reiste er mit Saxophonist Victor Assis Brasil erstmals in das Land. Joyce erinnert sich, dass sie Kenny 1989 in New York erstmals traf, als er mit einigen brasilianischen Musikern spielte, die sie kannte, und ihn auch im Village Vanguard mit der dortigen Big Band hörte. „Ich hatte gerade meinen Vertrag mit Verve unterschrieben und suchte einen Pianisten für meine Platte. Kennys Spiel begeisterte mich, und ich lud ihn sofort ein." Kenny ist auf beiden Alben zu hören, die Joyce für Verve aufnahm, war 1991 auf ihrer Japantour dabei und er wurde Joyces Pianist des Vertrauens für alle New-York-Auftritte. Doch es reicht noch weiter. „In unserem Fall wurde aus der musikalischen Freundschaft eine persönliche, in der sich auch die Familien näherkamen. Es kann lange Zeit vergangen sein, wenn wir uns wiedersehen, und dennoch können wir das Gespräch am selben Punkt wieder aufnehmen", ergänzt Werner. 

Die Samen für Poesia wurden vor ein paar Jahren in Brasilien ausgestreut. Kenny spielte mit seinem Trio in Rio de Janeiro und lud Joyce und ihren Schlagzeug spielen ehemann Tutti Moreno in den Club ein. Kenny bat Joyce, einzusteigen, und nach Kennys Beschreibung spürte man sogleich „Wellen von Liebe und Harmonie. Wir merkten, dass das etwas Besonderes war". Sie begannen von einem Duoalbum zu sprechen. Joyce erinnert sich: „Wir hatten einige Unterhaltungen darüber, wie es wohl werden sollte. Frei? Improvisiert? Mit meiner Gitarre oder ohne sie? Welches Repertoire? Was das Repertoire betrifft, ent- schlossen wir uns am Ende, der Schönheit den Vorrang vor allem anderen zu geben, die schönstmöglichen Songs auszuwählen, schöne Melodien, zu denen es auch aussagekräftige Sätze gibt – das war uns wichtig." Joyce flog also nach New York, und sie nahmen auf. Kenny schwärmt: „Es war herrlich. Es war perfekt. Keine Korrekturen, keine Schnitte. Wir haben eine Art, aufeinander einzugehen, die auf Anhieb funktioniert. Es hat nichts damit zu tun, dass sie eine brasilianische Künstlerin ist und ich Amerikaner bin: Wir legen unsere Kostüme ab und werden zwei Paar Ohren, die völlig darin aufgehen, einander zuzuhören. Wir wollten den Balladen auf den Grund gehen. Lass uns die im ganz klassischen Sinne schönsten Stücke finden und ihren Gefühlsgehalt ausdrücken".  

Pressebilder: